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Laufschuhe Fl DUAL FLYZONE R0495 Ylw Gelb Herren III Lotto Blk H7wX0w Erst jetzt erwachte die wilde Sehnsucht nach dem einstigen schönen Leben. Und sie wurde umso drängender, je bedrückender das Dasein empfunden wurde.

David Teniers d. J. (1610–1690): «Adam und Eva», um 1655, Öl auf Leinwand. (Bild: http://www.metmuseum.org/art/collection/search/459069)

Paradiessucher allenthalben

Die aus ihrem Garten vertriebenen Eva und Adam wurden seither zum Inbild der Condition humaine. Der neuzeitliche Mensch ist das entwurzelte Wesen, er ist das vertriebene Tier und erlangt überdies schmerzhaft ein Bewusstsein seiner Daseinsbedingung.

Vertreibung und Exil prägen als klassische Motive die Literatur. Homer zeichnet mit Odysseus den Archetyp des Heimkehrers, dessen unbändiges Verlangen erst alle Hindernisse, aber auch alle Lockungen überwindet. Ovid oder Rousseau berichten über ihre Verbannung und erschaffen kraft ihres Vorstellungsvermögens zum Ausgleich des Entgangenen imaginäre Gegenwelten.

Und während der moderne aufgeklärte Mensch seine metaphysische Obdachlosigkeit beklagt, irren zugleich Millionen Vertriebene über den Erdball. Was sie bei allen Unterschieden verbindet: Sie sind allesamt Paradiessucher. Sie träumen von einem besseren Dasein und hören zugleich nicht auf, dem hinterlassenen Leben nachzutrauern.

Lange Zeit lag der Erfüllungshorizont aller Sehnsucht im Himmel. Die erduldete Mühsal des irdischen Lebens galt als Fahrkarte für die Reise himmelwärts. Dort wartete die Erlösung in Form der ewigen Ruhe und des ewigen Friedens. Nur allmählich verschob sich die Wunscherfüllung erdwärts und entwickelte sich die Vorstellung, schon hienieden müsste der Lohn für alle tapfer erlittene Unbill des Daseins eingestrichen werden können.

Es ist gewiss kein Zufall, dass im ausgehenden 17. Jahrhundert, das so viele Umwälzungen mit sich gebracht hatte, ein angehender elsässischer Arzt eine Krankheit erfand, an der Menschen schon immer, wenn auch ahnungslos, gelitten hatten. 1688 veröffentlichte Johannes Hofer in Basel seine «Dissertatio medica de nostalgia, oder Heimwehe» und schuf mit der Krankheit auch gleich ihre deutschen und lateinischen Namen, die mehr noch als das Gebrechen, das sie bezeichneten, Geschichte machen sollten.

Das «Heimwehe» grassierte zu Hofers Zeit und noch weit ins 18. Jahrhundert hinein ganz ausgeprägt unter den Abertausenden Söldnern, die im Kriegsdienst fremder Heere fern von ihren Heimaten und Liebsten über die europäischen Schlachtfelder zogen. Hofer und seine Adepten beschrieben eine Symptomatik, die sie auch aus der Lektüre Homers hätten gewinnen können. Und sie zeichneten ein Krankheitsbild, für das ihnen ihre Epoche, vierzig Jahre nach dem Ende des Dreissigjährigen Krieges, noch immer bedrückendes Anschauungsmaterial gab.

Nie zuvor wie zwischen 1618 und 1648 ist ein zusammenhängender Lebensraum so lange und so intensiv und mit so weitreichenden Folgen von Krieg, Zerstörung, Vertreibung und Verrohung der Sitten heimgesucht worden. Ganze Landstriche waren verwüstet und geplündert worden, die Bevölkerung wurde massenhaft entwurzelt und verelendete, da ihre Lebensgrundlage zerstört worden war. Versehrt waren die Menschen, versehrt aber war auch die Natur.

Zugleich brachte das 17. Jahrhundert eine Reihe grundstürzender Erkenntnisse hervor. Das kopernikanische Weltbild setzte sich durch: Die Erde galt nicht länger als Mittelpunkt der Gestirne, sie wurde zu einem Planeten unter anderen. Mit Teleskopen schaute die Wissenschaft der Zeit weit über die bewohnte Welt hinaus, mit Mikroskopen tauchte sie ein in die kleinsten Zusammensetzungen der Materie: Die Grenzen des Sichtbaren wurden aufgehoben. Eine neue Unendlichkeit eröffnete sich im Kleinen wie im Grossen, während die metaphysische Unendlichkeit schrumpfte.

So prägten massive Verlusterfahrungen die Epoche: Tod und Verwüstung einerseits, die Verabschiedung eines Weltbildes anderseits, dessen Mittelpunkt der Mensch gewesen war. Es gab mithin reichlich Anlass für Nostalgie oder Heimweh. Denn vom «Verlust der Mitte» im ausgehenden 17. Jahrhundert, den Bernd Roeck in seiner Studie über die Renaissance beschreibt, waren in unterschiedlicher Ausprägung alle betroffen.

Die verlorene Ursprünglichkeit

Mit der Nostalgie kam das Paradies vom Himmel hinunter zur Erde. Der Söldner sehnte sich zurück in die Seligkeit seines verlorenen Lebens; dass es diese vielleicht nie gegeben hatte, wie er sie in der Erinnerung bewahrt zu haben glaubte, dass er vielleicht aufgebrochen war, um sein Glück zu versuchen oder dem Elend zu entrinnen, schmälerte sein Wehe nicht und war auch kein Widerspruch. Das Bürgertum wiederum hängte sich massenweise Landschaftsbilder in seine Stadtpalais, die von einer unberührten, wild-romantischen Natur erzählten, die es längst nicht mehr gab, weil es sie so nie gegeben hatte.

Damit verschob sich das Krankheitsbild der Nostalgie um eine Nuance. In Hofers wörtlicher Übertragung in den deutschen Begriff «Heimweh» war noch das Verlangen nach einem Ort herauszuhören. Die Nostalgie indessen brannte nun immer heftiger als Sehnsucht nach einer unwiederbringlich vergangenen Zeit.

Die flämischen Landschaftsmaler zauberten Ansichten von der Welt auf ihre Leinwände, wie sie am siebten Tag der Schöpfung ausgesehen haben mag. Noch heute verzehren wir uns vor Wehmut, wenn wir ihnen im Museum gegenüberstehen. Und nicht anders entflammt unsere Nostalgie, wenn wir in Fotoalben unserer Familien auf gezahnte, sepiafarbene Bilder aus den fünfziger und sechziger Jahren stossen. Es ist, als blickten wir nicht nur in unsere Anfänge, es überwältigt uns vielmehr der Eindruck einer unhintergehbaren Anfänglichkeit.

Man lache nicht über uns und auch nicht über die Flamen. Denn die Nostalgie ist nicht nur rückwärtsgewandt. Sie treibt wie wenige andere Empfindsamkeiten, und zwar auf die denkbar robusteste Weise, unsere Erfindungsgabe an. So hatte Jean Starobinski in seiner «Leçon de la nostalgie» auf eine Besonderheit bei Baudelaire hingewiesen, der bei mehreren Gelegenheiten von der nostalgischen Suche nach dem Unbekannten geschrieben habe.

Es ist die Sehnsucht nach dem Paradies, die unstillbare Nostalgie nach der Kindheit unserer Zeit und den Anfängen von allem, was die Menschen zu allen Zeiten – den Blick starr nach hinten gewandt – unbeirrt und unbekümmert voranstürmen lässt, voran zu allem Unbekannten. Wir landeten auf dem Mond, erfanden Facebook und taten andere unnütze oder auch sinnvolle Dinge. Derweil schauen wir entzückt auf die sepiafarbenen Bilder unserer Anfänge. Um keinen Preis aber möchten wir dahin zurück.

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